08. Februar 2010
Es wurde heftig diskutiert im Sääli des Hotel Engel. Die Voten der Referenten waren sehr engagiert und fundiert. Trotz strömenden Regen hatten sich rund 60 Interessierte eingefunden - sie folgten den Referaten gespannt und diskutierten danach intensiv mit.
Bolliger und Marty hielten fest, dass Tiere keine Sache sind und Rechte haben. Diese Rechte müssen im Fall von Tierquälerei vor Gericht vertreten werden. Noch immer gelten Tierschutzvergehen als Kavalliersdelikte und werden in vielen Fällen zu wenig oder gar nicht geahndet. Dazu braucht es einen Tieranwalt, er vertritt die Tiere vor Gericht und führt die Täter ihrer gerechten Strafe zu. Nur empfindliche Strafen haben letztlich eine präventive Wirkung.
Stirnimann und Ambauen befürchten, dass der Tieranwalt vor allem eine Menge Papierarbeit verursacht und den gequälten Tieren gar nichts nützt. Ihrer Meinung nach wird die Aufgabe Tierquäler zu verfolgen von den Veterinärämtern genügend wahrgenommen. Aus bäuerlicher Sicht, sagt Ambauen, brauche es keinen Tieranwalt, da es im Interesse der Bauern sei gut für ihre Tiere zu sorgen.
Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum wurden engagiert beantwortet. Nach der erfolgreichen Veranstaltung trafen sich viele Teilnehmer zu einem gemütlichen Umtrunk im Restaurant Engel, dort wurde bis zur späten Stunde weiterdiskutiert. Alles in Allem ein gelungener Abend.
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